Petition auf Grundlage des Grundgesetzes der BRD, Artikel 17: 

"Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden."                            

       

 

Petition an den Rat der Stadt Düsseldorf:           

           

FLUGHAFEN DÜSSELDORF: KEINE BETRIEBSBEDINGTEN KÜNDIGUNGEN BEI DER KONZERN-TOCHTER (FDGHG)

 

Empfänger:

RAT DER STADT DÜSSELDORF       -Durchschriftlich an:  Parteien in der Stadt Düsseldorf (Bündnis90/die Grünen; CDU; Die Linke; FDP; Freie Wähler, Piratenpartei; SPD; u.a.); Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Beschreibung:

Die Unterzeichner fordern den RAT DER STADT DÜSSELDORF auf, im Rahmen seiner sozialen Verantwortung als öffentlicher Anteilseigner in der Gesellschafterversammlung und/oder dem Aufsichtsrat der FLUGHAFEN DÜSSELDORF GMBH (FDG) zusammen mit den Arbeitnehmervertretern einen Gesellschafter- und/oder Aufsichtsrats-Beschluss herbei zu führen, der betriebsbedingte Kündigungen von Beschäftigten der FLUGHAFEN DÜSSELDORF GROUND-HANDLING GMBH (FDGHG) dauerhaft und belastbar ausschließt.

Die Rechtssicherheit dieses Kündigungsschutzes sowie der Existenzsicherung der FDGHG ist z. B. mittels Abschluss bzw. Verlängerung des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zwischen FDG und FDGHG herbei zu führen.

 

Begründung:

Der Flughafen Düsseldorf gehört zu 50 % der STADT DÜSSELDORF, 50 % sind im Besitz privater Anteilseigner (30 % HOCHTIEF-AirPort; 20 % Aer Rianta PLC).

In 2004 wurde eine 100%ige Tochtergesellschaft für die Flugzeugabfertigung gegründet (FDGHG), in die diejenigen Beschäftigten wechseln mussten, die vorher für die Muttergesellschaft Flugzeugabfertigung betrieben.

Mit diesem Wechsel waren eine Erhöhung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit sowie unmittelbare und mittelbare Einbußen beim Einkommen verbunden. Diese Zugeständnisse machten die betroffenen Arbeitnehmer, um Ihre Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern.

Die FDGHG hat heute noch ca. 780 Beschäftigte (Einzugsgebiet bis ca. 80 km um den Flughafen), z. Z. ebenfalls eingesetzte Leiharbeitnehmer (ca. 120 täglich) nicht mitgerechnet. Nach Planung der Geschäftsführung werden aufgrund der Änderung der grundsätzlichen Unternehmenspolitik spätestens Anfang 2014 möglicherweise betriebsbedingte Kündigungen in einer Größenordnung von ca. 160 (Best-Case) bis ca. 330 (Worst-Case) anstehen.

Bei dieser Berechnung sind die von der Geschäftsführung geplanten ca. 150 Übernahmen von FDGHG-Beschäftigten in andere Konzern-Unternehmen schon berücksichtigt.

Für die bisher zusätzlich eingesetzten Leiharbeitnehmer entfällt voraussichtlich schon 2013 die Beschäftigung in der FDGHG ebenfalls.

Begründet wird diese „Verschlankung“ der FDGHG und die möglichen betriebsbedingten Kündigungen mit dem Wegfall von Abfertigungsverträgen zwischen der FDGHG und diversen Luftverkehrsgesellschaften sowie folgend der Entscheidung des Konzerns, anders als in der Vergangenheit die FDGHG in erster Linie unter Renditegesichtspunkten und nicht im Sinne der Beschäftigungssicherung der Alt-Mitarbeiter zu betreiben.

Eine Weiterbeschäftigung aller FDGHG-Beschäftigten zumindest im Flughafen-Konzern wäre aber durchaus möglich, wenn eben diese Beschäftigungssicherung in der Konzernpolitik wieder in den Vordergrund gerückt würde.

So könnten z. B. weitere Vertragsabschlüsse bzw. -verlängerungen mit Luftverkehrsgesellschaften erreicht werden,  gerade weil die FDGHG eine durchweg anerkannte und immer wieder von den Vertragspartnern gelobte Qualität abliefert.

Hierzu müssen Abfertigungsverträge in Zukunft jedoch nicht allein unter Renditegesichtspunkten, sondern vielmehr in einer „Mischkalkulation“ zwischen Renditeerwartung und Notwendigkeit (zur Gewährleistung des möglichst produktiven Einsatzes des vorhandenen FDGHG-Personals) selektiert und abgeschlossen werden.

Selbst wenn danach noch (in jedem Fall geringere) Verluste in der FDGHG verblieben, würden diese für den Konzern Flughafen Düsseldorf GmbH keine Bedrohung darstellen, wie die Geschäftsergebnisse der „Jobmaschine Flughafen Düsseldorf“ (Titel in Presseberichten) aus den Jahren 2004-2011 beweisen (siehe Anhang). Auch für die Zukunft werden positive Geschäftsergebnisse in ähnlicher Größenordnung prognostiziert.

Eine Sicherung der Existenzfähigkeit der FDGHG und der Erhalt aller Beschäftigungsverhätnisse mindestens der FDGHG-Mitarbeiter ist durch Abschluss bzw. Verlängerung des entsprechenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zwischen FDG und FDGHG möglich und zumutbar.

Gerade in Wahrnehmung der sozialen Verantwortung gegenüber langjährigen und verdienten Arbeitnehmern ist ein solches Vorgehen, zusätzlich zur freiwilligen Versetzung von FDGHG-Mitarbeitern im Konzern, unvermeidlich.

Andernfalls wären, bedingt durch das hohe Lebensalter (Durchschnitt ca.  47 Jahre) sowie die lange Betriebszugehörigkeit (durchschnittlich über 20 Jahre) der meisten FDGHG-Beschäftigten die Chancen auf Vermittlung im Arbeitsmarkt und Vermeidung von Arbeitslosigkeit nach einer betriebsbedingten Kündigung vermutlich sehr gering bzw. nicht vorhanden.

Nicht zu vergessen, dass viele der nun bedrohten FDGHG-Beschäftigten auch diejenigen waren, die den Flughafen Düsseldorf nach der verheerenden Brandkatastrophe im Jahre 1996 innerhalb kürzester Zeit wieder „zum Laufen“gebracht haben.

 

Bisher lehnen sowohl Geschäftsführung wie auch Gesellschafter einen verbindlichen und endgültigen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen ab.

 

Darum fordern die Unterzeichner ein unzweideutiges Bekenntnis gerade der STADT DÜSSELDORF zu Ihrer sozialen Verantwortung als öffentlicher Anteilseigner eines wirtschaftlich gesunden und leistungsfähigen Flughafens im Sinne der Arbeitnehmer der FDGHG. 

 

Betriebsbedingte Kündigungen müssen dauerhaft und belastbar ausgeschlossen werden.

 

 

Anhang:

Geschäftsergebnisse der Flughafen Düsseldorf GmbH

 

 FDG 
 Jahresüberschuss 
 Bilanzgewinn 
 2004 
 3.133.708,56 € 
 38.575.385,62 € 
 2005 
 10.719.266,91 € 
 43.087.015,89 € 
 2006 
 20.149.008,04 € 
 53.813.529,34 € 
 2007 
 40.757.940,91 € 
 74.725.739,84 € 
 2008 
 38.816.922,34 € 
 80.999.375,23 € 
 2009 
 38.117.353,55 € 
 80.506.001,52 € 
 2010 
 57.080.620,29 € 
 54.978.069,07 € 
 2011 
 42.498.966,91 € 
 42.462.451,78 € 

 

(Quelle: Geschäftsberichte der FDG;siehehttp://www.hochtief.de/hochtief/605.jhtml)

 

 

 

 

 

 

Hier klicken, um die Petitons-Webseite zu sehen:

 

 

 

 

 

 

Fragen, Anregungen und/oder Kritik können Sie natürlich auch direkt an den Verfasser der Petition richten:

 

Volker Maaßen

Heinsberger Str. 24

D-41849 Wassenberg

proFDGHG@t-online.de

 

 

 

 

 

 

Letzte Aktualisierung dieser WebSeite:

11.04.2017 - 09:58 Uhr

Seite: Titelseite, u.a.
 

 

 

Darauf waren wir mal stolz (und der Flughafen auch)